Folge 40: Reparatur eines chronisch kranken Systems – Die Gesundheitsreform

Shownotes

Gibt es viele junge, gesunde Beitragszahler, funktioniert das deutsche Gesundheitssystem. Wir werden aber immer älter und damit bedürftiger. Die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht erst seit gestern in Not. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sieht für das kommende Jahr eine Deckungslücke von 15,5 Milliarden Euro, bis 2030 könnten 40 Milliarden fehlen? Im Zentrum aller Reformbemühungen des Gesundheitswesen steht also die Frage der Bezahlbarkeit. Eine einnahmenorientierte Ausgabenpolitik soll in der Gesundheitspolitik helfen, die Gesundheit nicht zu einem Luxus werden zu lassen. Alles steht auf dem Prüfstand, die Krankenhäuser, die Kassen, die Familienversicherung, die Krankschreibung, um nur einige Themenfelder zu nennen. Wie sind die Reformansätze zu bewerten? Wie kann eine Gesundheitspolitik der Zukunft aussehen? Thema dieses Mal bei So Zu Sagen.

Im Studio ist neben bloghaus-Gastgeber Gerhard Grandke Josef Schädle zu Gast. Der Theologe, Pädagoge und Soziologe ist Experte für Sozialpolitik und war 16 Jahre stellvertretender Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sowie Vorsitzender des Bildungswerks. Gerhard Grandke ist ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Offenbach und geschäftsführender Präsident des Sparkassen- und Giroverbands Hessen-Thüringen sowie bloghaus-Gründer. Blog, Informationen, Kommentare, Anregungen auf bloghaus.eu

Transkript anzeigen

00:00:01: So

00:00:02: zu sagen.

00:00:02: Nach

00:00:03: dunklen Tagen

00:00:04: kommt

00:00:04: das Licht.

00:00:05: Das

00:00:05: wäre ein

00:00:05: ereignisreicher

00:00:06: Jahr im Parlament.

00:00:07: Make America great again, that's what

00:00:09: we're gonna do!

00:00:09: We have the power to push

00:00:10: back!

00:00:11: Alle die

00:00:11: hinhören

00:00:12: der Podcast von

00:00:13: Studio Blockhaus

00:00:18: Reparatur eines chronischen Krankensystems Die Gesundheitsreformen sollen wir mal getitelt.

00:00:23: für heute willkommen zu sozusagen im Offenbacher Blockhaus.

00:00:28: Gastgeber wie immer Gerhard Garantke immer als Oberbürgermeister der Stadt Ofenbach und dann Geschäftsführer, Präsident des Sparkassen-Giroverbandes Hessen Thüringen.

00:00:37: Heute wie immer natürlich Gastgeber hier im Offenbacher Blockhaus.

00:00:40: Hallo Gerd!

00:00:41: Ja moin moin.

00:00:42: Und mal wieder.

00:00:43: am Tisch ist Josef Schädle.

00:00:46: Er ist Experte für Sozialpolitik von der Ausbildung her Theologe, Pädagoge, Soziologe.

00:00:51: War sechzehn Jahre schnell vertretene Vorsitzende des paritätischen Wohlfahrtsverbands und Vorsitzender des Bildungswerks.

00:00:57: Willkommen.

00:00:59: Ich bin Andreas Horchler, Journalist und Podcaster.

00:01:02: Die längste Zeit meines Lebens im Radio verbracht.

00:01:05: Deshalb sitze ich hier mutmaßlich auch in dieser Hostrolle.

00:01:09: Legen wir mal los!

00:01:10: Solange die Alterspyramide nicht Kopf steht ist das deutsche Gesundheitssystem ein sehr gerechtes Weltmeisterl.

00:01:19: tut sie aber.

00:01:20: Sie steht auf dem Kopf diese Pyramide, das wissen die Verantwortlichen seit mindestens einer Generation und im Zentrum aller Reformbemühungen – wie kriegt man mehr Kohle in die Kasse?

00:01:31: – steht natürlich die Frage der Bezahlbarkeit dieses Systems.

00:01:35: Jetzt stellt sich die Frage wer wird denn zur Kasse gebeten?

00:01:44: braucht man eigentlich zwanzig, sechsundzwanzig mehr PKV.

00:01:47: Was wird aus den Krankenhäusern?

00:01:49: Aus der Krankschreibung?

00:01:51: diese ... Verzeihen Sie die Sprache.

00:01:53: Sau wird natürlich momentan sehr gerne durchs Dorf getrieben.

00:01:57: Also all diese Themen wollen wir ein bisschen behandeln.

00:02:01: Es gibt jetzt Josef das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz.

00:02:08: Scheinbar ist in der Gesundheitspolitik es besonders attraktiv lange Wortungetüme zu erfinden.

00:02:14: Was ist davon zu halten?

00:02:15: Es gibt ja Wutschnaubende Auseinandersetzungen im Parlament darüber.

00:02:20: Vielleicht mal zur Annäherung, wie soll denn ins Werk gesetzt werden, dass diese fünfzehn-sechzehn Milliarden erstmal und die Rampe geht der Streilwerk aufgespart werden?

00:02:31: Geplant sind eigentlich richtig drei Dinge erstens die Einnahmeseite stabilisieren Zweitens, eine Effizienzsteigerung und drittens die Ausgabenseite zu begrenzen.

00:02:47: Alle drei Sachen sind grundsätzlich richtig aber zwei dieser drei Sachen nämlich die Einameseite und die Ausgamenseite haben eine eminente soziale Schräglage.

00:02:59: dazu mehr.

00:03:00: Grundsätzlich muss man sagen für die Gesundheitspolitik in Deutschland gilt der alte blümische Satz In jeder Reform liegt der Keim für die nächste Reform.

00:03:11: Man kann es auch aus der Sicht der christlichen Kirchen sagen mit dem Zitat von Herrn Bart, Eglésia Sempa reformanda.

00:03:22: So geht's mit dem deutschen Gesundheitswesen auch und das liegt daran dass die grundlegenden Fehler des Systems die System immanent sind.

00:03:31: seit dieses System gibt noch von keiner Reform angegangen wurden die Trennung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung, die Frage ob ein so relativ kleines Land wie die Bundesrepublik tatsächlich mehr als hundert gesetzliche Krankenkassen braucht oder ob es da ein paar wenige auch täten.

00:03:55: Die Verbreiterung der... Ich glaube

00:03:57: da muss man dazu sagen Anzahl der Krankenkasten muss man gerecht der Weise dazu sagen, dass war man noch mehr.

00:04:02: Das waren

00:04:03: noch viel mehr.

00:04:06: Es waren nahe an tausend.

00:04:10: Ach du mein

00:04:11: Junge!

00:04:12: Es gibt ja auch so absurde Krankenkassen wie zum Beispiel die Häusenstammer Eisenbahner-Krankenkasse mit zweihundertfünfzig Mitgliedern.

00:04:21: Ich wollte gerade sagen, wie korreliert das mit der Anzahl der Eisenbahnen in Heusenstein?

00:04:26: Also die Historie erkenne ich nicht ganz genau, soweit ich weiß haben sich damals wollte.

00:04:31: Die Stadt Heusen stammen eine eigene Bahnlinie gründen und hatte auch schon Arbeiter eingestellt und die haben sie selber zusammengeschlossen zu einer Krankenversicherung.

00:04:39: Und die hat ne uralte Tradition und es ist ganz schwer mit solchen Traditionen umzugehen wie man weiß.

00:04:46: also kein Mensch braucht mehr als hundert Krankenkassen.

00:04:50: Der Knackpunkt an den niemand geht ist die nicht verrückbare Sektorisierung unseres Gesundheitssystems in stationär, ambulant und rehabilitativ.

00:05:02: Das hat Herr Lauterbach als letzter zwar so ein bisschen versucht aber nur ein bisschen.

00:05:08: er hat dann selber den ersten Rückseher gemacht und entscheidend gescheitert ist letztendlich im Bundesrat weil eine Aufhebung der Sektorisierung natürlich verbunden wäre mit einem massiven Eingriff in die Hoheit der Länder.

00:05:23: Und der allergrößte Schwachpunkt im deutschen Gesundheitswesen ist, dass es in Deutschland extremst wenig finanzierte Maßnahmen zur Prävention gibt.

00:05:38: Sei es im Bildungsbereich, sei es im Bereich öffentliches Gesundheitswesenn und auch bis gar nicht um den Bürgern sowas Ähnliches wie Gesundheitskompetenz.

00:05:52: zukommen zu lassen.

00:05:53: Das zeigt sich unter anderem daran, dass wir relativ unbefangen, möchte ich mal sagen, zu gucken wie mit gefährlichen Mitteln wie Alkohol, Zucker und Ähnlichem umgegangen

00:06:09: wird.".

00:06:09: Wie verrückt dieses Szenarie ist.

00:06:11: nur, wo wir gleichzeitig eine Situation haben irgendwelche Tech-Milliardäre im Silicon Valley danach trachten, hundertdreißighundertvierzig zu werden stichwort longevity.

00:06:21: und natürlich hat das eine Mängel mit Prävention zu tun.

00:06:24: Und wie viel Geld könnten die Krankenkassen sparen?

00:06:27: Denn ist ein altertümlicher Begriff so etwas weiterhin gäbe wie Volksgesundheit oder ne Vorstellung davon?

00:06:35: du hast Zuckeralkohol schon genannt andere Drogen und du hast auch einen Namen genannt vorhin Barth.

00:06:41: Karl Barth, also für unsere Hörerschaft die sich dafür interessiert sehr wichtige evangelische Theologen lesend zu wollen.

00:06:49: Den sei Karl Barthe durchaus nach wie vor anempfohlen.

00:06:54: Das Zitat hat er übrigens von einem niederländischen Pastor gestohlen der dieses Zitat im achtzehn Jahrhundert glaube ich geprägt hat der seine Gemeinde gesagt hat, ihr müsst euch ständig erneuern.

00:07:07: Sonst wird da hier gar nichts.

00:07:09: Das war der Ursprung.

00:07:12: Verstehe, dieses Stichwort longevity.

00:07:14: Man kann das interpretieren als eine verrückte Mode auf der einen Seite und auf der anderen Seite.

00:07:22: Wenn ich die Menschen dazu bringe ... Sie gehen mit im Moment siebenundsechzig vielleicht in Rente viele natürlich einiges früher und achten auf sich Es nimmt keinen Zucker, trinkt nicht oder wenig Alkohol und so weiter.

00:07:37: Das ist dieses Delta der Mobilität.

00:07:40: also das heißt nicht mehr ich gehe mit sieben sätzlichen Rente, mit achtundsechzigjährigen Herzkaspern und bin dann fünfzehn Jahre ein chronischer Kunde im Krankenhaus und beim Arzt sondern diese Mobilität setzt vielleicht im Idealfall mit Ende Achtzig ein oder so und dann ist auch ruck zur Grum.

00:08:02: Das ist ein richtiges Kostendenken, eine richtige potenzielle Kostenschraube.

00:08:08: Womit alle Probleme gelöst werden könnten oder?

00:08:11: Jein!

00:08:13: Weil das Problem des Alters liegt nicht nur an den Jahren sondern schlicht daran dass wir im Grund genommen also wenn man es biologisch betrachtet ab dem vierten Lebensjahrzehnt immer weniger Reserven aufbauen, um verloren gegangenen Ressourcen ersetzen zu können.

00:08:33: Und dagegen ist noch keinem was eingefallen.

00:08:36: Das ist der Knackpunkt.

00:08:37: Der andere Punkt und das stimmt natürlich ist... Wenn man die letzten Jahrzehnte betrachtet dann ist die Zeitspanne nach Rente hat sich praktisch vervierfacht in den letzten fünfzig Jahren.

00:08:49: Das heißt wenn wir früher gesagt hatten mal geht mit fünfundsechzig in Rente dann hatte ein normaler Ein deutscher Mann noch zwischen fünf und zehn Jahren vor sich, heute hat er zwischen zwanzig und fünfundzwanzig vor sich.

00:09:04: Wenn er nicht zur unteren Bevölkerungsschicht gehört bei der muss man nochmal fünf Jahre abziehen.

00:09:11: Das ist natürlich ein weiterer Faktor das Gesundheit und gesundes Verhalten extrem von der finanziellen Situation, der betroffenen Menschen abhängig ist.

00:09:23: D.h.,

00:09:23: je weniger finanzielle Ressourcen ich habe, desto ungesunder lebe ich und je mehr finanziellere Ressoursen ich hab, destso höher wird meine Lebenserwartung weil ich die Möglichkeit hab gesündert zu leben.

00:09:35: Es korreliert natürlich nicht ganz mit dem was die Boulevardpresse immer signalisiert aber so ungesund wie es auf den Bildern kommt leben die alle gar nicht.

00:09:43: das stimmt nicht.

00:09:45: Das ne mehr.

00:09:46: Das für mich eindrucksvollste Bild, was ich im Kopf habe von diesem Zusammenhang den du gerade erwähnst ist die Stadt Detroit in Michigan gebaut für zwei Millionen Menschen.

00:09:57: Heute leben da siebenhunderttausend Menschen und wenn du durch diese Straßen fährst manchmal achtzehn Kilometer nur Ruinen rechts oder links

00:10:04: usw.,

00:10:05: dann gibt es einen Ort wo du Gemüse kaufen kannst, Eastern Market heißt das.

00:10:10: Aber es gibt auch in diesen vollkommen verlassenen Quartieren das Ein-Dollar McDonald's oder Burger King Menü.

00:10:18: Das heißt, die Restbevölkerung, die dort ist – das ist postmodern sozusagen!

00:10:24: Die ernährt sich logischerweise nur von diesem Müll der sie krank macht und dann früh sterben lässt.

00:10:30: wer sich leisten kann geht zum Eastern Market.

00:10:32: also so ein wirklich ein Drohbild von dem was ungesund heisst.

00:10:39: Neben dieser statistischen Betrachtung, also Mathe je kürzer du krank bist desto günstiger ist das.

00:10:47: für das System gibt es natürlich eine politische.

00:10:50: Wir hatten das Problem mit dem Karl Lauterbach der auf intellektuell einer solchen Flughöse sich bewegt dass ihn kaum jemand verstanden hat und haben einen Nachfolgerin.

00:11:00: nicht nur das sein Parteiwechsel stattgefunden hat sondern natürlich logischerweise ein ideologisches Stellschrauber auch damit im Spiel ist und man andere Schwerpunkte in den Fokus rückt.

00:11:12: damit, müsste Gesundheitspolitik um eine echte Reform ins Werk zu setzen.

00:11:19: Politisch!

00:11:20: Sich von der Legislatur abkoppeln und sagen wir machen das in den nächsten zehn Jahren ist natürlich völlig utopisch weil es nicht geht.

00:11:27: aber ich habe wirklich nachhaltig das Gefühl dass uns die Verletter von schwimmen

00:11:32: Ja, sinnvoll ist es.

00:11:33: Wir sehen ja ein Stück Folie über die ganz langfristigen Veränderungsprozesse in der Rentendeparte.

00:11:40: Wenn ich das Rentensystem umstelle, da sehen wir jetzt auch bei den Vorschlägen und wir gucken uns das auf der Zeitschiene an dann merken mir dass zehn zwanzig dreißig Jahre in der Perspektive mit drin ist um etwas umzusetzen.

00:11:53: wenn man das auf den Gesundheitsbereich überträgt Dann ist das mit Sicherheit einen Punkt der auch dazu führen sollte dass es einen gewissen Grundkonsens zwischen den unterschiedlichen politischen Parteien geben ist, die auch da diese Langfrist-Komponente mit reinmacht.

00:12:08: Nichts ist schlimmer für diese Form von System.

00:12:12: rinnende, also sagst du mal so popularisiert, rinnenden Kartoffeln, Raussassekartoffeln – das macht die Leute mehr Schuhe und das macht gleichzeitig sozusagen eine strategische Herangehensweise wie man das Ganze optimiert.

00:12:24: Extrem schwierig!

00:12:26: Man muss ja sehen, wir haben jetzt jemand als Gesundheitsministerin, die dann was Neues mitmachen will.

00:12:33: Was lauter Bach in der gewissen Weise angeführt hat.

00:12:36: Er hat auch gesehen auf der langen Schiene, dass er den einen oder anderen strategischen Fehler gemacht hat wenn man seine Bieter anguckt.

00:12:43: Als Fachmann im Gesundheitswesen war er mal unter der Gesundheitsministerrin Renate Schmidt.

00:12:49: Die älteren erinnern sich Derjenige der auch das mit vorangetrieben hat, ist den Fallpauschalen.

00:12:56: Das hat sich herausgestellt.

00:12:58: diese Form von Ökonomisierung führt zur Failallokation auf der langen Schiene und dann hat er gesagt Die müssen verändert werden.

00:13:06: Er hat ja einen einzelnen Segmenten angefangen, daran zu bohren das wieder aufzuheben jetzt nicht nur mit den DIGs sondern indem er gesagt hatte ich will bestimmte Qualitätsparameter im Vergleich und Transparenz darüber herstellen welche Kliniken für welche Behandlungsmöglichkeiten für welche Krankheiten etc.

00:13:25: die Kompetenz haben.

00:13:26: und der sagt wir haben dann so was dass manche nochmal Bestimmte Operationen machen wollen gegen Ende des Jahres, um das Budget anzumachen.

00:13:34: Die haben nicht diese Expertise im Verhältnis zu denjenigen die eine höhere Anzahl von Operationen zum Beispiel haben und daraus dann einen Qualitätsmoment zu machen wo er dann sagt wir müssen gucken wie viel Rückfälle gibt es oder wie viele Schäden an diesem Punkt gibt es.

00:13:50: und diese qualitative Verbesserung Das ist etwas, was mit rein ist.

00:13:54: Ich glaube, dass das Gemeindheit mit Effizienz im Gesundheitswesen ein Punkt ist.

00:13:59: Wir müssen ja sehen – ich finde genau an diesen Stellen muss man dann nochmal sicher entlang hangeln weil wir zwar sozusagen eines der teuersten Gesundheitssysteme haben aber nicht eins der besten.

00:14:10: es gibt andere die sind billiger oder geben weniger dafür aus bessere positive Effekte, was die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung antritt.

00:14:19: Und da muss man dann den Punkt nehmen Einnahmen Ausgaben auf der einen Seite.

00:14:24: Wir haben ja mal das gesagt mit brauchen wir noch fast hundert gesetzliche Krankenkassen, die dann im Bettbewerb dazustehen aber das Ganze nicht optimieren.

00:14:32: insofern ist es ein Punkt wo ich hoffen würde dass es eine kritische Mehrheit gibt in dem parlamentarischen oder politischen Raum die dann sagen, okay wir gehen jetzt mal eine Schiene egal welche Koalition daraus kommt und diesen Pfad den wir mal entwickeln also in zehn Jahren, fünfzehn Jahre, zwanzig Jahre wollen wir in dreißig Jahren in der gesundheitlichen Versorgung hin.

00:14:53: Neben der Schiene natürlich das technischen Fortschritts- und das wissenschaftliche Fortschutz.

00:14:58: da tut sich ja auch viel um das zu machen und es geht bis dahin dass man natürlich dann auch nochmal überlegt welche Ressourcen ich in Forschung und Entwicklung mit reingehen um das mit runterzumachen.

00:15:09: Ich würde dafür plädieren, so diesen langfristigen Konsens den Versuchen dabei zu führen in dem politischen System.

00:15:17: Also Joseph ist es ja um in diesem Bild mal ein bisschen zu bleiben, würde ich ganz gerne mal die unterschiedlichen Iterationen des – ich sage's nenns jetzt einfach mal Krankenhausversorgungsverbesserunggesetz, ich glaube so hieß das bei Karl Lauterbach hat dann irgendwie einen anderen Namen bekommen.

00:15:35: Das ist ja im Prinzip im Feld und wir merken jetzt, mit welcher Komplexität man es da zu tun hat.

00:15:42: Weil alle Spieler – das ist eine kassenärztliche Vereinigung, das sind die Krankenhäuser selber, die Krankenhausträger viele große private Klinikverbünde kommunale Krankenhäuser und so weiter.

00:15:53: Da stehen dann so Namensschilder dran wie Ambulantisierung, die DAGs sind nach wie vor natürlich im Raum

00:15:59: usw.,

00:16:01: sollen modifiziert verändert werden.

00:16:03: Und wir haben jetzt schon bei allererstem Debatten der unterschiedlichen Norddeutsch-Solzmeier Stakeholder, die sich versuchen miteinander ins Benehmen zu setzen – und das funktioniert mäßig!

00:16:17: Entscheidungen werden explodiert aufgrund von Fideralismus, von Länderzuständigkeit.

00:16:23: Von unterschiedlichen Köchen die am Brei rühren zum Beispiel dass man erst zwanzig dreißig, zwanzighemdreißig im einen oder anderen Gewerk überhaupt etwas auf die gesetzliche Schiene bringt und dann in der Folge Auswirkungen hat.

00:16:38: Aber wir haben ja jetzt das Problem.

00:16:40: Das wird sich auch nicht ändern weil ich gehe jede Bitte ein.

00:16:44: Dass bis dieses lauterbarsche Gesetz anfangen könnte zu wirken, ist die nächste Reform längst schon im Gange.

00:16:55: Und heißt dann ganz anders?

00:16:56: Genau und hat wieder eine völlig neue Zielsetzung.

00:16:59: Das Kernproblem in der Krankenhausversorgung, das ist ja neben dem Pharmabereich der teuerste in unserem Gesundheitswesen liegt einfach in der Klemme zwischen qualitativ guter Arbeit und Nähe zur Bevölkerung Was in städtischen Bereichen gar kein riesiges Problem ist, weil ob ich mich im Sana-Klinikum behandeln lasse oder in der Uniklinik in Frankfurt.

00:17:27: Das sind dann wenn ich hochrechende maximal zwanzig Minuten Differenz in der Anfahrt.

00:17:33: Wenn ich aber in der Röhlen wohne und das kleine Krankenhaus mit hundert dreißig Betten bei mir um die Ecke zumacht dann muss ich unter Umständen anderthalb zwei Stunden nach Fulda fahren.

00:17:45: Regelt

00:17:46: doch alles die Telemedizin?

00:17:47: Und das ist ja, die TeleMedizin kann du leider kein Herzinfarkt beseitigen!

00:17:52: Das ist die Klemme.

00:17:53: und natürlich will jeder Abgeordnete wieder gewählt werden und jede Abgeordnette der bereit ist sein kleines Krankenhaus in seinem Wahlkreis zu opfern wird geschlachtet.

00:18:05: Ich garantiere es Ob zurecht oder nicht, darüber kann man jetzt locker schreiten.

00:18:10: Und genau an dem Punkt hat Lauterbach ja zu Recht angesetzt.

00:18:13: Er hat gesagt ich will die kleinen Häuser gar nicht schließen.

00:18:17: Die Kleinen Häuser haben eine Funktion als Anlaufstelle.

00:18:21: Sie sollen weiterhin ihre Blindarme operieren dürfen.

00:18:24: Die sollen weiter hin auch Kinder zur Welt bringen dürfen wobei das ist der Unwendabelste Teil des Ganzenes natürlich Und dafür für diese sogenannte Vorhalte Funktion bekommen die auch ein zusätzliches Geld.

00:18:39: Das wäre wichtig gewesen, nur das würde bedeuten dass Chefärzte von solchen kleinen Krankenhäusern, sie sind ja auch Chefart, ob ich halt Chefart nur hundert Betten habe oder tausend Betten hab ändert an meinem Titel ja nichts bei den meisten nicht an ihrem Status und Bewusstsein.

00:18:55: Das würde bedeuten, dass ich als Chefarzt bereit bin zu sagen du Kollege sowieso.

00:18:59: Ich habe hier was kannst du das bitte übernehmen?

00:19:02: und das wird glaube nicht funktionieren.

00:19:05: Genauso wenig wie es jetzt auf unserer Seite der Bevölkerung seite funktioniert würde.

00:19:11: wenn wir zehn Menschen fragen in diesem Land sagen neun garantiert ein erster stelle.

00:19:15: des wichtigsten ist mir gesundheit.

00:19:17: Wenn ich dazu frage was bist Du bereit für deine Gesundheit selbst zu tun?

00:19:22: Nicht mein Arzt oder die da oben dann wird es schon dünner.

00:19:26: Und das ist natürlich auch wieder eine Klemme, die Politik glaube ich nicht auflösen

00:19:30: kann.".

00:19:31: So jetzt waren wir bei den Krankenhäusern und jetzt gehen wir zurück zur GKV mal oder zur Krankversicherung insgesamt.

00:19:39: ein für mich herzensbrocken in dem ganzen Spiel Ich habe das hier am Tisch schon ein paar Mal erzählt Die Story dass ich aufgrund meiner Wieter, meine Eltern und so weiter.

00:19:48: Leider als junge Menschen in die PKV reingeschlittert bin und immer wacker versucht habe daraus zu kommen bis fünfundfünfzig Und das ist also dieser angebliche magische Grenze wo man nie mehr gar nicht mehr rauskommt.

00:20:00: und mir sagt noch die Vertreter der KKV Als ich nach einem längeren Außenarztaufenthalt zurückkam nach Deutschland komplett anders versichert war Ja ja wir können sie nehmen da müssen aber mindestens zwei Jahre arbeitslos sein hab ich gesagt Ich muss nur ein Haus abbezahlen eine Familie ernähren kann nicht Arbeitslos sein.

00:20:14: sorry funktioniert nicht.

00:20:16: Trotzdem bleibe ich dabei so bei der inneren Haltung, die PKV ist überflüssig für den Kopf.

00:20:25: das braucht kein Mensch.

00:20:27: und die GKV könnte glaube ich selbst mathematisch ordentlich profitieren von Ärzten rechtsanwältend freien Künstlern auch Beamten und allen anderen.

00:20:39: also ich war ein großer Fenderberger Versicherung.

00:20:41: anscheinend Bin ich auch.

00:20:43: Ich habe es selber mitentwickelt, insofern ist das überhaupt kein Problem.

00:20:46: Danke

00:20:46: für den Ansatz der Leidergescheiterin.

00:20:50: Aber natürlich braucht kein Mensch die PKV nur ist natürlich in unserer Verfassung schwierig.

00:20:56: Es will auch keiner die PKW wirklich abschaffen.

00:20:58: also wenn sich's wirklich jemand leisten kann dann soll er zusätzlich zur Bürgerversicherung noch die PKv haben und kann sich dann auch das eine oder andere zukaufen.

00:21:07: dann meinetwegen einen wöchentlichen Besuch in der Tharme in Bad Homburg, wo ich's quatsch find', dass meine Krankenkasse das mir bezahlen würde.

00:21:17: Aber ne anständige Aufklärung in der Schule meiner Kinder halt nicht bezahlt.

00:21:23: Warum auch immer?

00:21:25: Da würd'

00:21:25: ich jederzeit die Terme aufgeben für.

00:21:28: Ja und es ist überhaupt nicht zu verstehen warum wir nicht bereit sind schon im Kindergarten Mit einem Fach, wie immer man das nennt, gesund leben oder Eigenkompetenz fördern kann.

00:21:41: Man muss ja gar nichts mit Gesundheit zu tun haben.

00:21:43: es muss genau dahin zielen Dass die Menschen dazu befähigt werden mit ihrem Leben so umzugehen dass er halbwegs schadlos durchkommt.

00:21:51: keiner kommt ohne Krankheit durch das geht gar nicht.

00:21:53: aber halbweg schadlose.

00:21:55: und da Denkt oder ist bisher niemand bereit ernsthaft rüber nachzudenken und das finde ich katastrophalen fehl.

00:22:03: auf der anderen Seite.

00:22:05: Wir stehen natürlich vor dem Problem, dass wir nächstes Jahr zwanzig Milliarden haben und zwei Tausend dreißig wahrscheinlich sogar zweinvierzig Milliarden deficit.

00:22:13: Das ist eine Menge Geld.

00:22:15: das sind immerhin dann wenn man hoch rechnet.

00:22:17: letztes Jahr haben wir für ein Gesundheitsbereich glaube ich fünfhundertfünfzig Milliarden ausgegeben.

00:22:21: Das wären immerhin fast an die zehn Prozent an zwei tausend Dreißig.

00:22:25: das ist ein Haufen Holz Und das muss gedeckt werden und wenn nicht durch höhere Beiträge dann noch andere Maßnahmen.

00:22:33: und Frau Wagen hat jetzt Das war, glaube ich, ihr entscheidender Fehler.

00:22:37: Im Gegensatz zur Rentenkommission hat sie eine Kommission eingesetzt mit einem ganz klaren und begrenzten Auftrag – nämlich die Kommission sollte sich nur um die Finanzen kümmern und nichts anderes.

00:22:49: Das hat sie auch gemacht.

00:22:52: Die haben in den Sechsen sechzig zum Teil gar nicht unvernünftige Vorschläge gemacht aber davon hat sie wiederum nur die Hälfte aufgegriffen und der Rest ist unter ein Tisch gefallen.

00:23:02: Und daran krankt die ganze Reform jetzt welche Kröten dann am Ende weherschlucken muss.

00:23:08: Das ist offen, weil es gilt auch hier das Strucksche-Gesetz kein Gesetz geht im Bundestag rein so geht so raus wie's reinkommt.

00:23:16: Ja aber da sieht man dass die trotzdem auch ein Stück gelernt haben.

00:23:19: das hat ja die Verbelbars eigentlich klüger gemacht um so'n Prozess ranzugehen für die Rente.

00:23:24: Weil sie hat gesagt sie ist bereit das umzusetzen wenns geht eins zu eins Wenn es ein einstimmiger oder einmüdiger Beschluss ist.

00:23:32: Und das hat ja dazu geführt, dass die Rentenkommission relativ klug besetzt war mit sozusagen den ganzen Antipoden auf der einen Seite und die Aufgabe war ein einmütiges oder einstimmiges Konvolut mit rauszugeben.

00:23:47: Und jetzt man kann das Demokratie theoretisch hinterfragen, sagt dann der Kanzler, auch wenn ich zu Recht er sage, es darf da nicht verändert werden.

00:23:54: Mal gucken wie das kollidiert mit dem struckschen Gesetz?

00:23:57: Ich glaube ist eine oder andere... wird da auch noch mal verändert werden.

00:24:02: Aber zu den Gesundheitskosten von der Gesundheitsministerin, sie hat ja über sechzig Vorschläge erhalten und dann wurde kommuniziert.

00:24:10: jetzt müssen wir gucken welche Punkte wir von den Sechzigten tatsächlich umsetzen?

00:24:15: Und dann ist eine menschlich relativ naheliegende Mechanik die dann wirkt.

00:24:20: Dann fängt es an die Rosinenpickerei zu machen.

00:24:23: Die einen sagen das nicht, die andere das Paket, auch wenn es nur sozusagen ein Dimensional wieder sagt.

00:24:31: Dass das nur um die Finanzen geht.

00:24:32: Aber die Aufgabe wäre klüger in der Verteilung gewesen, wenn die Ministerin gesagt hätte des Analog zu dem was Bärbel Baas gesagt hat wir machen eine Kommission, die den Auftrag hat einen einmütig einstimmiges Vorschlaskonstrukt zu machen, was die ganzen Elemente aufgreift und dann sagt, das sind unsere ersten Schritte an denen wir uns orientieren wollen.

00:24:56: Das ist nicht der Fall und deswegen ist es ein Stück auch in der Grütze weil jetzt natürlich jede Gruppe, jede Lobbygruppe dabei sagt okay ja wir wollen den Punkt dreißig aber wir wollen dem zwanziger nicht oder wir wollen Den fünftiger und den fünfwennig und das dann wieder zusammenzuführen wird extrem schwierig weil dann die zentrifugalen Kräfte.

00:25:15: Also das heißt, dass auseinandertreiben dieser Vorschläge dann den politischen Verfahren extrem schwierig macht.

00:25:21: Dazu ein Punkt der ist ganz wichtig weil der dickste Procken bei diesen zwanzig Milliarden die wir für nächstes Jahr erwarten sind die zwölf Milliarden die die Krankenversicherung für die Versorgung der jetzt als Grundsicherungsempfänger bezahlt.

00:25:39: Das ist nicht Aufgabe der Beitragszahler.

00:25:41: Die Beitragszahler sind ja nur ein Segment aus unserer, das ist eine Steueraufgabe.

00:25:47: Das war auch einfach ein ganz klarer Vorschlag der Kommission.

00:25:51: Frau Warken hat abgewunken weil Herr Klingbeil im Vorfeld schon abgewungen hat bei mir es nichts zu holen.

00:25:57: vergiss es sie hat überhaupt nicht drum gekämpft.

00:26:01: und wenn sie wenigstens einen Teilbetrag davon geholt hätte Aber die zwölf Milliarden wäre schon mehr als die Hälfe von den zwanzig Milliarden gewesen, die wir vor nächstes Jahr warten.

00:26:13: Das ein Beispiel bei der Ausgabenbegrenzung ist das ohne Not die größte Errungenschaft der letzten Jahre aufgegeben wird nämlich die Tarifbindung in der Pflege.

00:26:25: Die ist über Jahrzehnte mühsam erkämpft worden auch gegen langen Widerstand meines eigenen Verbandes wie ich zugeben muss weil wir geahnt haben, was auf uns zukommt und wird jetzt ohne Not aufgegeben.

00:26:40: Im Gegenteil es wird noch schlimmer.

00:26:42: und jetzt kommt noch ein schöner Bereich Begriff, den es nur im Gesundheitsbereich gibt nämlich die Grundlohn-Summenrate.

00:26:51: Es gibt die sogenannte Grundlohnsumme ist die Summe der Beiträge, die die GKV von ihren Beitragszahlen einnimmt.

00:26:59: Das Ministerium seht das ja im Herbst in der Regel im September Die rate fest um die diese Summe im nächsten Jahr steigen soll darf.

00:27:10: Das sind für nächstes Jahr, es steht noch nicht fest also von... ...fünfundundzwanzig auf sechsten zwanzig waren vier Prozent oder so.

00:27:18: Auf diese Grundlohn-Summenrate soll die Steigerung der Ausgaben in Zukunft begrenzt werden ist absolut Hirnrisik weil darin enthalten sind weder Tarifsteigerungen noch Steigerungen der Energiekosten noch die Inflation, noch die Steigerung der Einkaufspreise für alles Mögliche.

00:27:38: Das heißt es würde zu führen das zum einen ist noch schwieriger wird als jetzt schon Personal für den Gesundheitsbereich zu finden vor allem für die ambulante Pflege.

00:27:48: Es wird noch schwierige werden den Standard den wir mühsam erreicht haben Noch sind wir ja unter den oberen Zähnen was den Gesundheitsstandard betrifft Den mittelfristig zu halten.

00:28:00: nur Und diese Grundlohnzomenrate soll für die nächsten drei Jahre noch um ein Prozent abgesenkt werden.

00:28:07: Das heißt, die Menschen, die jetzt nach Tarifvertrag arbeiten bekommen entweder die nächsten dreijahre viel weniger Geld als sie jetzt oder ihr Arbeitgeber müssen Schulden machen und das ist bei ambulanten Pflegedinzen nahezu und Dingen der Unmöglichkeit.

00:28:23: also wie das zusammenpassen soll weiß niemand und warum die SPD bereit sein soll noch etwas aufzugeben, was ich selber mit erkämpft hat.

00:28:34: Nämlich die Tarifbindung.

00:28:35: Das entzieht sich meinem Verständnis.

00:28:38: Ja, ich bin vor allem bei dem steil wachsenden Bedarf in der sehr nahe Zukunft ist das vielleicht nicht so ganz ideal?

00:28:45: Zwei Subthemen dieses Reformthemas.

00:28:49: Das eine ist die Familienversicherung In der GKV Eine wichtige Errungenschaft wie Ich finde.

00:28:57: aber Auf der anderen Seite scheint ja das Modellfamilie nicht mehr diese Rolle zu spielen, wie zur zweiten als die Familienversicherung eingeführt wurde.

00:29:09: Also Einschränkungen, Adjustierungen dort prinzipiell zu verteufeln ist vielleicht nicht der richtige Weg oder?

00:29:18: Nee zumal wir uns hier in einer echten gesellschaftspolitischen Glamour befinden weil Auf der einen Seite ist die Familienversicherung, die soziale Errungenschaft

00:29:30: dies

00:29:30: Familien möglich gemacht hat.

00:29:33: Überhaupt ein einigermaßen gesundheitlichen Standard zu halten vor allem Familien mit wenig Geld nur einmal näher.

00:29:41: auf der anderen Seite ist Die Familienversicherungen natürlich ein Teil dessen was das inzwischen weitgehend überholte Familienbild weiter stabilisiert und Frauen oder zumindest drüber nachdenken lässt, ob sich überhaupt lohnt, berufshädig zu werden.

00:29:58: Das Problem ist Abschaffung der Familienversicherung ja Ausgestaltung mit vielen Fragen zeigen.

00:30:07: So wie es jetzt geplant ist geht's gar nicht weil zum einen trifft dieser drei Komma fünf prozentige Aufschlag so bis jetzt im Gesetzentwurf steht gerade Familie Mit niedrigen Einkommen hart Und es gibt ein paar nicht nachvollziehbare Grenzen da drin, also Kinder nur bis zum siebten Lebensjahr.

00:30:27: Weil anschließend brauchen Sie keine Erziehung durch Mama oder Papa mehr und komplett unterschlagen wird auch in dem Bereich wie vielen anderen auch dass es vor allem Frauen sind die zu Hause pflegen und auch die werden drunter leiden wenn die Familienversicherung abgeschafft hat.

00:30:44: Also da gibt's ganz viele Sachen die man mit bedenken muss.

00:30:48: ich Neige aber dazu aus gesellschaftspolitischen Gründen, auch aus Arbeitsmarktgründen drüber nachzudenken.

00:30:56: Die Familienversicherung nicht abzuschaffen, aber einzuschrecken.

00:31:00: Modifiziert

00:31:00: genau.

00:31:01: Einfach

00:31:01: darüber nachzudenken.

00:31:03: Wie kann

00:31:04: die Entwürfe derzeit ja auch herzugeben?

00:31:06: Da

00:31:08: ist noch so viel Verhandlungsspielraum für den Bundestag drin.

00:31:11: da glaube ich bewegt sich noch.

00:31:12: was.

00:31:13: Die andere Geschichte, die mich sehr umtreibt und mich sehr interessiert derzeit ist der Umgang mit Krankschreibung.

00:31:21: Also es ist so – und ich glaube das ist eine gute Idee sich sehr ehrlich zu machen – es scheint so zu sein was nicht wie Valide die Zahlen sind, die ich da gelesen habe dass sich die Deutsche der Deutsche ungefähr dreimal so häufig pro Jahr krank schreiben lässt wie die oder der Finne zum Beispiel um in Europa zu bleiben.

00:31:41: Und Bösezungen wollen wissen, dass das gerne Freitagsgeschied um Montags nicht arbeiten zu müssen.

00:31:50: Was findest du auch im sozialdemokratischen Denken?

00:31:55: Opportunen?

00:31:56: Welche Art von Daumenschrauben darf man Menschen anlegen, um diesen Sachverhalt ein bisschen glattzuziehen?

00:32:07: Man muss wieder sehen.

00:32:08: es geht ja dann noch weiter Die Debatte, die wir jetzt haben mit der Aufhebung der telefonischen Krankmeldung, was ja gerade ganz aktuell ist.

00:32:17: Die Zahlen, die ich gelesen habe und nicht verifizieren kann.

00:32:20: im Augenblick sind das nur ein ganz minimaler prozentualer Anteil an all denjenigen, die sich krank schreiben.

00:32:25: Das ist der eine Punkt.

00:32:26: Könnten bisschen pflapsig darauf reagieren warum Finnland höher ist?

00:32:30: Finnland ist im Glücksatlas am einen Spitzenplatz weit vor der Bundesrepublik.

00:32:35: Das

00:32:36: heißt,

00:32:38: je glücklicher die Menschen sind... Nein, das ist ja eigentlich zu ernst.

00:32:43: Das lag mir einfach auf der Zunge.

00:32:46: Da ging mir jetzt gerade durch den Kopf als du das angesprochen hast und es gehört in meinen Augen auch noch eine andere Dimension dazu.

00:32:52: Das kann ich aus meinem Berufsleben... In welchen Bereichen hatte ich zum Beispiel eine Diskussion, wo die Krankenstände hoch waren.

00:33:00: Es lag da nicht nur allein am Gesundheitswesen und den Strukturen und der Krankmeldung sondern auch oft am Klima im Unternehmen.

00:33:08: wie ist die Führungskultur?

00:33:10: Wie ist die Präventionskultur in Unternehmen?

00:33:12: Es gibt viele Unternehmen, die haben eine Präventionskultur unterstützen Die Beschäftigten damit, wie ist das Klima innerhalb eines Unternehmens?

00:33:20: Kann mich erinnern, als ich meine Beratung noch war.

00:33:23: Dass wir dann an manchen Stellen vieles effektiver machen konnten, als daran gearbeitet hat die Unternehmskultur und das Klimainahm des Unternehnens zu verändern und das ist ja ein Indikator, auch als ich hier Oberbürgermeister war oder später.

00:33:36: Wenn man dann merkt, dass auf einmal Krankenstände in bestimmten Abteilungen steigen, dass man sich das näher anguckt, woran liegt es?

00:33:43: Ist das sozusagen exogene Faktoren?

00:33:45: hängt das damit zusammen?

00:33:46: da muss mir sehr differenziert sein wenn ich irgendwo im Chemie bat.

00:33:49: damals.

00:33:50: also erinnere ich mich zurück in der Galvanisation.

00:33:52: wenn du da jeden Tag des einen Atmestern ist automatisch der Krankenstand ein bisschen höher.

00:33:57: Da muss dann Arbeitsschutzgesetz und sozusagen mit dem Unternehmen zusammenentwickelt werden.

00:34:01: Das ist eine Dimension, die andere Dimensionen.

00:34:05: Ich bestreite nicht dass es auch manchmal schwarze Schafe gibt, die da den gelben wie das so schön heißt in Anführungszeichen Urlaubsschein sich holen.

00:34:12: Da muss man aber auch wenn das chronisch ist oder wenn das häufiger ist kann ich mich sehr gut daran erinnern, dass mir dann Unterstützungsgespräche führt von der Personalabteilung, dann mit denenjenigen mal guckt, dann wäre sehr häufig diese Krankheit, die sich am Freitag entwickelt und am Montag zur Vollendung kommt.

00:34:31: Wo man dann fehlt oder so.

00:34:32: Dass auch das Unternehmen reagiert mit den Beschäftigten.

00:34:35: Das Gesetzgeber nur macht es zu eidimensional an dem Gesamten.

00:34:41: Wir haben zum Beispiel eine Stück Verlagung von Krankenfällen hinzu seelischen Burnout-Syndrom

00:34:47: etc.,

00:34:48: das ist noch mal ne ganz andere Dimension.

00:34:50: oder Krankmeldung bei Alkohol und Missbrauch, dass es dann eine Unterstützung gibt.

00:34:55: Das ist sozusagen ein ganzes Bokeh.

00:34:57: Was ich nicht machen würde und was ich nicht akzeptiere, ist der Generalvertrag das grundsätzlich alle Beschäftigten.

00:35:02: Soll uns darauf rausgehen.

00:35:03: wir haben auch in vielen Bereichen Punkte, wo die Beschäftigten oder die Mitarbeiterinnen so viel arbeiten.

00:35:10: Dass man hier sagen muss Leute passen auf präventiv.

00:35:13: das haltet ihr nicht lang durch wenn ihr dann sozusagen über eine Erwerbsbiografie drüber guckt.

00:35:19: insofern ist es ne Mischform aus preventiven Maßnahmen aus unternehmenskulturellen Maßnahmen aus der spezifischen Analyse des jeweiligen Kontextes bis hin dazu, dass der Arbeitsinhalt vielleicht auch krankmachend ist und man das mit einpreist.

00:35:35: Und daraus dann sozusagen eine Generalklausel, das halte ich für problematisch.

00:35:40: Das muss man differenzierter sehen ist meine Auffassung.

00:35:43: Ich möchte noch etwas zufügen weil an dem Beispiel der Verschaffung der Krankschreibungen wird deutlich was sich für die Entwicklung in dieser Gesellschaft katastrophal finde.

00:35:54: es verstärkt sich der Eindruck Tiefsitzendes Misstrauen, seitens der Bürokratie und auch seitens den Regierenden gegenüber dem normalen Bürger gibt.

00:36:08: Das klingt immer mal wieder durch am deutlichsten bei Friedrich Merz.

00:36:12: Herr Klingbeil hat es gestern Abend im Fernsehen weit zurückgewiesen er hätte das nicht.

00:36:18: Er hat nichts dazu gesagt was seinen Schäfte zu meinen.

00:36:21: aber Das wird immer deutlich spürbar.

00:36:23: Wir arbeiten zu wenig, wir sind zu viel krank.

00:36:25: Wir sind faul und machen zu viele Urlauben.

00:36:27: Wir machen dies, das jenes alles nur um dem Staat also uns selber zu schaden.

00:36:34: Und solange dieses wunterschwellige Misstrauen da ist und nicht beseitigt wird so lange wird diese Regierungs auch schwer haben halbwegs vernünftige Umfragewerte bekommen.

00:36:45: Das finde ich ganz fatal und es rückt sich natürlich in so Sachen wie Karenztage, also die ja ursprünglich kommen sollten.

00:36:52: Sofortige Krankschreibungen und so weiter.

00:36:54: Das sind Stichpunkte, die eine ganz fatale Entwicklung anzeigen.

00:36:59: Das finde ich extrem ungesund.

00:37:01: um beim Thema zu bleiben!

00:37:03: Ja, ja, verstanden.

00:37:04: Ich meine wir reden hier über sehr pragmatische und eigentlich überebiologische Themen.

00:37:13: Es ist egal ob das eine Rentner- oder Gesundheitsreform ist Falls es so einen wachsenden Missbrauchstatbestand geben sollte.

00:37:23: Und mir ist vollkommen klar, dass rechte Schreihälse die eben soziale Medien nutzen und diese Plattform Millionenfach das zu wiederholen – der Deutsche SV, die nächste Generation, jungen Leute Taugenix

00:37:35: usw.,

00:37:35: wir kennen ja alle diese Überschriften.

00:37:38: aber eine Maßnahme wie wiederholte Krankschreibung jetzt ohne... gravierende Symptomatik oder so, einen Urlaubstag verlieren finde ich ein Schmerz der vertretbar wäre aus meiner Sicht und das ganz pragmatisch zum Beispiel zahnt haben.

00:37:58: Ja also es ist ja Gott sei Dank... Also

00:38:01: kein monetärer Verlust sondern eben das dritte Mal Mallorca nicht.

00:38:05: Das haben sie ja angedeutet dass bei der Ausgestaltung dieser Krankschreibung die Betriebe und vor allem die Sozialpartner Spielraum bekommen sollen, wie das nur im Einzelfall zu regeln ist.

00:38:18: Also ob die dann tatsächlich am ersten Tag oder ob sie nach drei Tagen nachgereicht werden kann?

00:38:23: Oder ob sich das auch in einer anderen Form lösen lässt... Sie haben gemerkt dass da was schief gelaufen ist und zwar relativ schnell.

00:38:32: Das darf aber bei unserer Regierung ja nicht mehr einfach sein.

00:38:34: Kognitive

00:38:34: Fähigkeiten!

00:38:37: Naja, das hängt ja wenn du durch den Druck aus dem Schittstaum raus sonst hätten es jetzt nicht so schnell kapiert.

00:38:42: Ohne Druck handelt keiner Es sei denn, er ist ganz hell.

00:38:46: Was hast du für ein Menschenbild?

00:38:49: Ein sehr gutes...

00:38:52: Begingt ernüchtert!

00:38:54: Ein sehr gutes.

00:38:56: Also als ich noch Fußball gespielt habe, wir haben gegen den Tabellen zweiten natürlich besser gespielt als gegen den tabellenletzten.

00:39:05: Das ist so das liegt in unserer Natur Also unsere Vorfahren, als die auf die Jagd ging haben sie sich auch anders benommen.

00:39:14: Wenn die Eichhörnchen gejagt haben oder wenn sie Mammuts gejaggt haben das ist ganz normal.

00:39:19: Das denke ich darf man auch sagen.

00:39:22: Die Abschlussfrage an euch beide sind UK-britische Verhältnisse vermeidbar?

00:39:29: langfristig in unserem Land werden wir uns zumindest mal das Kernstück der solidarischen Idee der Gesundheitspolitik Erhalten können.

00:39:39: in Deutschland?

00:39:40: Ja, bin ich überzeugt.

00:39:42: Weil dafür unser System stabil genug ist.

00:39:47: und beim Beispiel UK zeigt sich halt der Haken von einem steuerfinanzierten Gesundheitssystem weil man dann der Willkürder der Finanzminister ausgeliefert ist.

00:39:58: Es sei denn, man macht Skandinavische und baut Sparren ein Dann kann es anders funktionieren.

00:40:02: Aber unser System ist stabil genug als System.

00:40:07: Änderungen an ein paar ganz entscheidenden Stellschrauben, die haben wir genannt.

00:40:12: Und ansonsten bin ich da ganz zuversichtlich.

00:40:15: Wenn man die Gesellschaft nicht spalten will und dass die Spaltung in Großbritannien größer ist, das gehört für mich zum gesamten Gesellschaftsmodell.

00:40:25: Ich bin schon für einen Gesellschafts-Modell, was solidarisch ist und trotzdem klar es in der Verteilung von den Ressourcen also auch den Anspruch.

00:40:33: So wie es in der Beschäftigungsförderung fördern und fordern, so erwarte ich das anständlich mit den Systemen umgeht.

00:40:40: Und die müssen auch wissen, dass in dem Augenblick, in dem es Regelfälle gibt, die das ausnutzen, dass es dafür dann Mechanismen gibt, um zu sagen Stopp!

00:40:47: Das ist nicht der Gesellschaftsvertrag, den wir im Kopf haben.

00:40:50: Ich finde auf der Basis dessen, was die Gesellschaft eigentlich noch zusammenhält, dass man daran auch in Zukunft weiter arbeiten will.

00:41:02: britische modell auch nicht ein wegweisen, dass das auch differenziert zwischen alter stufen noch was ob danach etwas gemacht wird oder nicht sondern das ist die grundanlage bei uns.

00:41:12: Die finde ich richtig und die muss verteidigt werden und deswegen müssen wir gucken an welchen stellen kann man das effektivieren oder Effizienzsteigerungen machen?

00:41:22: wie gesagt wir haben das teuerster oder eins der teuersten gesundheitsversorgungssysteme Und ich glaube, wenn die Leistung dann so ist dass die Menschen das dann sehen nicht in dreivierteljahr warten bis ein Arzttermin irgendwo kriegen.

00:41:34: und und und mir fallen da jetzt eine ganze Reihe von Punkten ein.

00:41:37: In anderen Bereichen nennt man es Value for Money.

00:41:39: Wenn die Leute sehen, dass sie eine gute Leistung in der Gesundheitsversorgung haben Eine gute Prävention wenn die sehen Da wird auch was in den Kitas und in den Schulen zur Prävenzion gemacht So und wenn das die leute sehen Dann glaube ich dann gibt's auch eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz Dass das auch seinen Preis hat.

00:41:56: Wenn das nicht ist, wenn es auseinander fällt dann haben wir genau die Diskussion zwischen der Reihenökonomie auf der einen Seite und der Anspruchensversorgung seit auf der anderen.

00:42:04: Das darf nicht auseinanderfallen sondern muss eher zusammengeführt werden.

00:42:08: Diejenigen die diese Regeln des gesellschaftlichen Konsenses, wenn sie durchbrechen oder die ignorieren den muss man entsprechend sozusagen was dagegen setzen damit die das gesamte System nicht kaputt machen.

00:42:20: Vielen Dank Gerhard!

00:42:21: Danke

00:42:22: Josef!

00:42:22: Das

00:42:26: war spannend.

00:42:26: Vielen Dank euch allen fürs Zuhören!

00:42:28: Wir freuen uns über ein Like, über Kommentare Themenanregungen auf Blockhouse EU.

00:42:33: wie immer.

00:42:34: dort findet ihr auch natürlich eine Menge interessanten Lesestoff und die gesamte Backlist von sozusagen bis zum nächsten Mal tschüss.

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